In elf Kapiteln schreibt Annette Dittert über die britische Monarchie, Mudlarkerinnen in der Themse, die katastrophalen Auswirkungen der Privatisierung der britischen Wasserwerke und das nebulöse Selbstbild der Engländer. Außerdem geht es um die Besonderheiten englischer Gärten, die unsichtbare Armut in Großbritannien, das verrückte House of Lords, die walisischen und schottischen Sehnsüchte nach Unabhängigkeit, traditionelle Gentlemen’s Clubs sowie das einst schrille Soho in London.
Dass sie viele Jahre als Auslandskorrespondentin für die ARD gearbeitet hat, wird in jedem Kapitel deutlich: gründliche Recherche, eine klare Sprache, interessante Aufhänger sowie zahlreiche Interviewpartnerinnen und -partner, die häufig auch kontroverse Sichtweisen anschaulich zum Ausdruck bringen und zum Nachdenken anregen. Gewürzt ist all das mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen einer Frau, die vor Kurzem ihren Oath of Allegiance auf König Charles und seine Nachfolger abgelegt hat und nun nicht mehr als Deutsche, sondern als britische Staatsbürgerin auf ihrem Hausboot auf der Themse lebt.
Ich habe Dear Britain sehr gerne gelesen. Annette Dittert gelingt mit ihrer „Suche nach der Seele Großbritanniens“ ein ebenso kenntnisreiches wie persönliches Porträt des Landes. Das Buch hat mir nicht nur zahlreiche neue Einblicke in die britische Geschichte, Politik und Gesellschaft vermittelt, sondern auch große Lust gemacht, Großbritannien – und insbesondere Wales – noch einmal neu zu entdecken.
Die Protagonistin Helene Mazavian ist Buchrestauratorin. Sie trägt einen armenischen Nachnamen, weiß jedoch nur wenig über ihre Herkunft mütterlicherseits. Das ändert sich, als sie im Rahmen eines Aufenthalts nach Jerewan reist, um die armenische Buchbindetechnik zu erlernen. Dort entdeckt sie in einer alten Bibel den an den Rand einer Seite gekritzelten Satz: „Hrant will nicht aufwachen.“
Mit diesem kurzen Satz ist die Leserin oder der Leser mitten im zweiten Erzählstrang des Romans angekommen: Anahid und Hrant sind Geschwister, die 1915 vor dem von den Türken begangenen Völkermord an den Armeniern fliehen. Bis auf ihre Familienbibel haben sie alles verloren.
Katerina Poladjan verknüpft beide Geschichten gekonnt miteinander und nimmt ihre Leserschaft mit in das heutige Armenien sowie in die Geschichte des Landes im Kaukasus.
Warum hat die Autorin diesen Titel gewählt? Die Antwort auf diese Frage liefert Piotr de Bończa Bukowski, Professor für germanische Philologie an der Universität Krakau, auf der Website des Goethe-Instituts in Ungarn: „Der Titel des Romans von Katerina Poladjan – Hier sind Löwen – knüpft an die lateinische Formel ‚Hic sunt leones‘ an, mit der antike Kartografen ferne, unbekannte Gebiete bezeichneten.“
Poladjan, Katarina (2019). Hier sind Löwen. Frankfurt: Fischer Verlag. 288 S
„Germany Calling“ war ein englischsprachiger Propagandasender des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, der 1940 von Josef Goebbels in Berlin gegründet wurde. Sein bekanntester Sprecher war William Joyce, genannt „Lord Haw-Haw“, ein amerikanisch-irischer Faschist, der mit seinem affektierten britischen Akzent eine große Zuhörerschaft in Großbritannien und Irland erreichte. Viele hörten zu, in der Hoffnung auf Nachrichten von ihren im Krieg befindlichen Familienangehörigen, denn Kriegsgefangene konnten über diesen Sender Grüße an die Daheimgebliebenen senden, die auf ein Lebenszeichen warteten.
Der besondere Clou: Ein von Adolf Raskin, Musikwissenschaftler und Radiointendant im Dienst der Nazis, gegründetes Jazzorchester. „Ein hauseigenes Orchester, sozusagen eine musikalische Schattenarmee, müsse her, die in der Lage sei, die Briten tag und nacht mit dem allerfeinsten Propagandajazz zu bombardieren.“ Und genau von dieser Swing-Band erzählt Demian Lienhard mit „… viel Witz und Ironie, mit Sinn für Details. Ein verrücktes Buch, das überrascht, bildet und die Wirkung und den Widersinn von Propaganda in feiner und präziser Sprache vorführt“, befindet WDR5 auf dem Klappentext sehr treffend.
„Lord Haw-Haw“, der eingangs erwähnte Radiosprecher, wird, so erfahren die Leserinnen und Leser in den Schlussbemerkungen des Herausgebers Demian Linhard, hingerichtet: „Am 3. Januar 1946, einem grauen, verregneten Tag mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, wird William Joyce um 08:59 Uhr von drei Männern aus seiner Zelle in der Londoner Strafanstalt Wandsworth geholt und zum Galgen eskortiert, wo jene Strafe an ihm vollstreckt wird, die zuletzt auch die höchste Instanz im Land, das House of Lords, bestätigt hat: Tod wegen Hochverrats. Neun Minuten später wird am Hauptportal des Gefängnisses der Zettel mit jener Nachricht angeschlagen, auf die die rund dreihundert Schaulustigen bereits ungeduldig warten: William Joyce ist tot.“
In „Mama, lern bitte Deutsch“ lässt Tahsim Durgun seine Leserinnen und Leser teilhaben an dem Leben einer yezidischen Familie in Norddeutschland. Genauer gesagt in Oldenburg, Niedersachsen. Als der Autor in unserer gemeinsamen Heimatstadt geboren wurde, hatte ich diese bereits verlassen und war weiter gen Norden gezogen.
Der auf Social Media sehr bekannte Autor – laut Klappentext hat er dort Hunderttausende Follower – studiert Lehramt für Deutsch und Geschichte. Sein Wissen lässt er in dem ansonsten locker und flockig geschriebenen autobiografischen Roman über seine Kindheit und Jugend in Oldenburg am Ende jedes Kapitels einfließen: Was man unter Alliteration, Metapher, Nomen, Plural, Fremdwort und Kompositum versteht, erfahren seine Mutter, an die er zu Beginn der Kapitel die jeweilige Frage richtet („Mama, was ist eine Alliteration?“), und seine Leserschaft jeweils zum Ende eines Kapitels.
„Mama, bitte lern Deutsch“ vermittelt nicht nur Einblicke in das Leben einer yezidischen Familie in Deutschland, sondern verdeutlicht auch anschaulich, welche Hürden und Schwierigkeiten Menschen erleben, die aus ihrer Heimat flüchten mussten und nun in Deutschland leben.
Lesenswert! Und: Bei meinem nächsten Besuch in Oldenburg werde ich mal wieder an den „Borni“, den Bornhorster See, fahren. Danke, Tahsim Durgun, für diese Erinnerung – ich war schon lange nicht mehr dort.
Am 11. Februar 1933 reist Thomas Mann mit seiner Frau Katia nach Amsterdam. Zwei Tage später wird er dort einen Vortrag über die Leiden und Größe Richard Wagners halten. Ein Vortrag, der in der Presse seines Heimatlandes nicht korrekt wiedergegeben werden und später zur Verunglimpfung Manns im nationalsozialistischen Deutschland beitragen wird.
Auch Heinrich Mann, Thomas’ älterer Bruder, bricht im Februar 1933 auf. Für ihn geht es von Berlin in Richtung Westen – in die Emigration. Er, der offen mit den Sozialisten sympathisiert und vom französischen Botschafter André François-Poncet den Rat bekommt, Deutschland zu verlassen, „hat große Angst, noch am Bahnsteig oder an der Grenze festgenommen zu werden“.
Aber nicht nur über die beiden berühmten Schriftstellerbrüder Thomas und Heinrich schreibt Florian Illies in „Wenn die Sonne untergeht“. Er lässt seine Leserinnen und Leser auch teilhaben an den aktuellen Ereignissen im Jahr der Machtergreifung Hitlers sowie an den Eindrücken, Gedanken und Unternehmungen von Katia, Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael Mann in ihrem Zufluchtsort Sanary-sur-Mer an der französischen Mittelmeerküste zwischen Toulon und Marseille. Dort treffen sie auf viele weitere illustre Sommergäste wie Marta und Lion Feuchtwanger, Maria und Aldous Huxley, Beatrice und Arnold Zweig sowie Bertolt Brecht.
Florian Illies ist ein hervorragender Erzähler und Schriftsteller. Ich finde seinen aktuellen Roman äußerst packend. Zum einen, weil ich sehr viel mir bislang Unbekanntes über die einzelnen Mitglieder der Familie Mann erfahren habe. Zum anderen, weil ich während des Lesens oft innehalten musste: Nur Erika und Klaus, die beiden ältesten der Geschwister, ahnten oder sahen im Frühjahr/Sommer 1933 voraus, welche Entwicklung Deutschland nehmen und welche Konsequenzen sich daraus für sie, ihre Familie und die Gesellschaft ergeben würden.
Ich habe diesen Roman im April 2026 gelesen – in einer Zeit mit wahnsinnigen Despoten und menschenverachtenden Regierungschefs im Westen, Osten und im „Heiligen Land“, mit Kriegen in Europa, Afrika und Asien – und immer mehr Wählerinnen und Wählern, die die AfD wählen, nicht nur in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Am 11. Februar 1933 reist Thomas Mann mit seiner Frau Katie nach Amsterdam. Zwei Tage später wird er dort einen Vortrag über die Leiden und Größe Richard Wagners halten. Ein Vortrag, der in der Presse seines Heimatlandes nicht korrekt wiedergegeben werden und später zur Verunglimpfung Manns im nationalsozialistischen Deutschland beitragen wird.
Auch Heinrich Mann, Thomas älterer Bruder bricht im Februar 1933 auf. Für ihn geht es von Berlin in Richtung Westen – in die Emigration. Er, der offen mit den Sozialisten sympathisiert und vom französischen Botschafter André François-Poncet den Rat bekommt, Deutschland zu verlassen, „hat große Angst, noch am Bahnsteig oder an der Grenze festgenommen zu werden“.
Aber nicht nur über die beiden berühmten Schriftsteller Brüder Thomas und Heinrich schreibt Florian Illies in „Wenn die Sonne untergeht“. Er lässt seine Leserinnen und Leser auch teilhaben an den aktuellen Ereignissen im Jahr der Machtergreifung Hitlers und an den Eindrücken, Gedanken und Unternehmungen von Katia, Erika, Klaus, Golo, Monika, Elisabeth und Michael Mann in ihrem Zufluchtsort Sanary-sur-Mer an der französischen Mittelmeerküste zwischen Toulon und Marseilles. Dort treffen sie auf viele weitere illustre Sommergäste, wie Marta und Lion Feuchtwanger, Maria und Aldous Huxley, Beatrice und Arnold Zweig sowie Bertold Brecht.
Florian Illies ist ein hervorragender Erzähler und Schriftsteller. Ich finde seinen aktuellen Roman äußerst packend. Zum einen, weil ich sehr viel mir bislang nicht Bekanntes über die einzelnen Mann-Familienmitglieder erfahren habe. Und zum anderen, weil ich während des Lesens oft innegehalten musste: Nur Erika und Klaus, die beiden ältesten der Geschwister, ahnten oder sahen im Frühjahr/Sommer 33 voraus, welche Entwicklung Deutschland nehmen und welche Konsequenzen sich darauf für sie, ihre Familie und die Gesellschaft ergeben würden. Ich habe diesen Roman im April 2026 gelesen: in einer Zeit, mit wahnsinnigen Despoten und menschenverachtende Regierungschefs im Westen, Osten und im „Heiligen Land“ und mit Kriegen In Europa, Afrika und Asien – und immer mehr Wählerinnen und Wählern, die die AfD wählen – nicht nur in Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Bad Nauheim, ein beschaulicher Kurort in Hessen, rückte im September 1920 unerwartet in den Fokus der Öffentlichkeit: Die Versammlung Deutscher Naturforscher zog über zweitausend Teilnehmende an – darunter drei Physiknobelpreisträger: Albert Einstein, Max Planck und Philipp Lenard.
Der Roman Einstein im Bade des Physikers und Autors Daniel Melles entführt Leserinnen und Leser zurück in diese aufregende Woche – vom 19. September 1920, einem Sonntagmittag, bis zum 27. September 1920, einem Montagmorgen.
Daniel Mellem erzählt die Geschichte aus der Perspektive von Direktor Kleeberger, der in zweiter Generation das traditionsreiche Hotel Rastender Kranich führt. Im Mittelpunkt steht die neue Relativitätstheorie, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft für hitzige Debatten und Turbulenzen sorgt.
Ein insgesamt unterhaltsamer, amüsanter Roman, der Wissenschaftsgeschichte lebendig werden lässt.
Alles bleibt im Konjunktiv. Ich war froh, die letzte Seite dieser fast ausschließlich in der Möglichkeitsform geschriebene Erzählung erreicht zu haben. Das Lesen dieses mit dem Buchpreis 2025 ausgezeichneten Romans hat mir keine Freude bereitet.
Ein Theatermacher kommt auf die Idee, das Verschwinden zweier junger Frauen aus Leiden in den Tropen Lateinamerikas – ein Fall der ungelöst blieb – mit einer Theatergruppe vor Ort nachzuempfinden. Die Erzählerin, die als Protokollantin dieses Projekt begleitet, bietet ihre Notizen einem Auditorium dar.
Der Text ist gespickt mit zahlreichen Zitaten – auch auf Englisch und Spanisch – und enthält ebensoviele Verweise auf literarische Werke diverser Autoren und Regisseure Walter Benjamin, Nikolai Lesskow und Werner Herzog seinen hier exemplarisch genannt. Womit wir wieder beim Konjunktiv sind…
„Heute ist Attilio Profeti gestorben, und sein Horoskop lautet: ‚Ein schöner und erfreulicher Tag erwartet Sie.’“ Francesca Melandris Roman beginnt profan, aber er hat es in sich.
Erzählt wird die Familiengeschichte eben jenes Attilio Profeti, der 2012 als alter Mann in Rom stirbt. Sie ist nicht nur ein über mehrere Generationen gespanntes Porträt der italienischen Gesellschaft, sondern spiegelt auch Italiens koloniale Vergangenheit in Eritrea wider. Welche Rolle hat der alte Profeti dort gespielt?
In den 1990er-Jahren erlebte Georgien große Umbrüche: Unabhängigkeitserklärung, Kriege in Abchasien und Südossetien, bewaffnete Konflikte, den wirtschaftlichen Zusammenbruch, Armut, Bürgerkrieg und Massenflucht. Als wir das Land 2019 bereisten, war von alldem kaum noch etwas zu spüren. Stattdessen waren wir beeindruckt – fast berauscht – von der Offenheit und Schönheit Tbilisis, des Kaukasus und des Schwarzen Meeres.
In ihrem Roman „Das mangelnde Licht“ nimmt die Theaterregisseurin und Autorin Nino Haratischwili ihre Leserinnen und Leser mit in die turbulente Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie erzählt die Geschichte von Keto, Dina, Nene und Ira – vier Mädchen und jungen Frauen aus vier Tbilisser Familien, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieses Buch hat mir die jüngere georgische Geschichte so nah und eindringlich vermittelt, dass ich es nur widerwillig aus der Hand legte. Am liebsten hätte ich die 826 Seiten in einem Rutsch verschlungen. Grandios!
Als ehemalige Protestantin aus der niedersächsischen Tiefebene hat Fronleichnam in meinem Leben keine Rolle gespielt. Das änderte sich mit meinem Umzug nach Münster in Nordrhein-Westfalen und bedeutete, einen Feiertag mehr zu haben. Doch die religiöse Bedeutung und Entstehungsgeschichte dieses Feiertags waren mir unbekannt. Das änderte sich nach der Lektüre des Kapitels „Serratia marcescens – Feiertag dank Wunderbakterien“ in diesem Buch eines Autorenduos, mit dem mich eine sehr geschätzte Kollegin zu Weihnachten überrascht hat.
Der Astronom Florian Freistetter und der Mikrobiologe Helmut Jungwirt stellen auf sehr anschauliche und gut verständliche Weise hundert Mikroorganismen vor. Mit dabei sind so alte Bekannte wie Bifidobacterium bifidum, das alle kennen, die sich schon einmal näher mit den Angaben auf ihrem Joghurtbecher auseinandergesetzt haben, oder der Helicobacter pylori, den man nicht im Magen haben möchte, und eben die eingangs erwähnten Keime, die ein italienischer Pharmazeut im Jahr 1819 entdeckte und nach seinem Physiklehrer benannte.
Das Bakterium Serratia marcescens ist ubiquitär, das heißt, es kommt überall vor. Es lebt im Boden, im Wasser, an Tieren und Pflanzen und bildet, während es organische Substanzen abbaut, rötliche Farbpigmente. Und eben diese sind der Grund, warum ich mich in NRW über einen zusätzlichen freien Tag freuen konnte und warum es Fronleichnam überhaupt gibt. Serratia marcescens gedeiht nämlich besonders gut auf ungesäuertem Brot, das gerne für kirchliche Zeremonien verwendet wird. Dort produziert es rötliche Farbpigmente, die für das sogenannte „Blutwunder von Bolsena“ verantwortlich sind: Während einer Messe brach ein Priester das Brot und fand darin Blutstropfen; das wurde zum Grundstein für das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.
Kali ist eine Göttin. Im Hinduismus ist sie es, die Altes zerstört, um Platz für Neues zu schaffen.
Nivedita Amend veröffentlicht Blogs als Mixed-Race Wonder-Woman und lässt sich von ihren Followerinnen und Followern Identitti nennen. Und: Sie hat einen heißen Draht zu Kali. Die schwarze Göttin mit dem Rock aus abgerissenen Armen und die Studentin aus Düsseldorf stehen in stetem Austausch miteinander.
Nivedita verehrt ihre Professorin Saraswati, bei der sie Intercultural Studies und Postkoloniale Theorie studiert, zutiefst. „Charismati Saraswati“, wie ihre Studentinnen und Studenten sie nennen, besticht durch ihren Charme, ihre scharfe Zunge und ihre Intelligenz.
Doch plötzlich verändert sich alles. Saraswati has canged her colour. She’s no PoC – People of Colour. Innerhalb eines Tages liefert Niveditas Netzrecherche „Saraswati, weiß“ vierundachtzigtausend Ergebnisse: „Skandal um Postkolonialismus-Star-Professorin“ (Huffington Post vor drei Stunden), „Professur unter Vorspiegelung falscher Tatsachen“ (SPIEGEL ONLINE vor einer Stunde), „Falscher Guru an Düsseldorfer Universität“ (taz vor 44 Minuten). Niveditas Welt zerbricht, ihre Identität wird infrage gestellt – Zeit für Neues!
Ein Roman, in dem jedes Kapitel neue Herausforderungen, Gedankensprünge und Erkenntnisse für Leserinnen und Leser bereithält. Schnell, quirlig, vielschichtig und multiperspektivisch – keine leichte Lektüre, aber eine sehr spannende und interessante.