Rüstem weiß nicht, dass seine Großmutter Armenierin ist. Auch sein Vater Mirza erfährt das Geheimnis seiner Mutter erst nach deren Tod. Yavuz Ekinci erzählt in ‚Das ferne Dorf meiner Kindheit‘ generationsübergreifend von kurdischen, türkischen und armenischen Menschen in einem Bergdorf im Südosten der Türkei.
Daniel Finkelstein, ein politischer Kommentator und Kolumnist, schreibt über die ‚unwahrscheinliche Überlebensgeschichte‘ seiner Familie in einer furchtbaren Zeit: Während seine Großmutter und Mutter von den Nazis nach Westerbork und Bergen-Belsen verschleppt werden, wird die Familie väterlicherseits in den Gulag geschickt.
„Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass sie wirklich weggeht“. Als er zehn Jahre alt ist, bringt ihn seine Mutter über die Grenze nach Quetta in Pakistan und geht zurück nach Afghanistan. Von diesem erschütternden Tag an, ist Enaiatollah, dessen Familie den von den Taliban verfolgten Hazara angehört, ein unbegleiteter, minderjähriger Flüchtling. Enaiatollah Albari aus Nawa, Afghanistan, und Fabio Geda aus Turin, Italien, erzählen in „Im Meer schwimmen Krokodile“ von der Flucht Enaiatollahs aus dem Osten Afghanistans über Pakistan, Iran, Türkei, das Mittelmeer, Griechenland bis nach Italien. Zutiefst bewegend, eindringlich und erschütternd. Dieses Buch sollten so viele Menschen, wie möglich lesen.
Olga studiert Medizin. Radj auch. Es ist Sommer. Sommer im Jahr 2014, in Odessa. Irena Kilimnik erzählt mit großer Leichtigkeit über eine Familie und Menschen in der ukrainischen Millionen- und Hafenstadt am Schwarzen Meer. Der Roman handelt von Tanten und Cousinen, einem ungeliebten Studium, einem jähzornigen Opa, einer unstetigen Freundin, von Leidenschaft und dem Wunsch danach, von gesellschaftlichen und politischen Umbrüchen und von Emanzipation und Erkenntnis.