Der kleine buddhistische Mönch /Wie ich Nonne wurde /Was habe ich gelacht von César Aira

Drei skurrile Kurzromane überraschen Leserinnen und Leser in dieser Ausgabe der Büchergilde Weltempfänger. Der erste handelt von einem – in wahrsten Sinne des Wortes – kleinen Mönch in Südkorea, der sich nichts sehnlicher wünscht, als seine Heimat zu verlassen. Sein Fernweh zieht ihn nach Europa oder Amerika. Doch es kommt anders: „Vor einem großen Hotel, an dem, in seine Träumereien versunken, der kleine buddhistische Mönch vorbei spazierte, wäre er fast von einem Ehepaar zertrampelt worden, als dieses, von der Drehtür hinauskatapultiert, auf die Straße trat.“ Als der kleine Mönch das Ehepaar auf Französisch mit einander sprechen hört, ergreift er seine Chance auf die Verwirklichung seines langersehnten Traums und nimmt mit einem forschen „Moi, je parle français“ Kontakt mit dem Paar auf, wird dessen Fremdenführer und damit beginnt eine kuriose und surrealistische Entdeckungstour.

Die zweite Erzählung spielt in Rosario, Argentinien. Ein Vater lädt seine sechsjährige Tochter auf eine Kugel Erdbeereis in eine Eisdiele ein. Mit dieser nur scheinbar banalen Begebenheit und einem furchtbar schmeckendes Erdbeereis beginnt diese absurde Geschichte, gefolgt vom gewaltsamen Tod des Eismannes in einem Erdbeereiskübel. Dieses Schicksal wird Jahre später auch die Ich-Erzählerin ereilen…

Die dritte Geschichte von César Aira, der als einer der wichtigsten lateinamerikanischen Autoren der Gegenwart gilt, habe ich mir – nach so viel Skurrillität – für später aufgehoben.