Alles bleibt im Konjunktiv. Ich war froh, die letzte Seite dieser fast ausschließlich in der Möglichkeitsform geschriebene Erzählung erreicht zu haben. Das Lesen dieses mit dem Buchpreis 2025 ausgezeichneten Romans hat mir keine Freude bereitet.
Ein Theatermacher kommt auf die Idee, das Verschwinden zweier junger Frauen aus Leiden in den Tropen Lateinamerikas – ein Fall der ungelöst blieb – mit einer Theatergruppe vor Ort nachzuempfinden. Die Erzählerin, die als Protokollantin dieses Projekt begleitet, bietet ihre Notizen einem Auditorium dar.
Der Text ist gespickt mit zahlreichen Zitaten – auch auf Englisch und Spanisch – und enthält ebensoviele Verweise auf literarische Werke diverser Autoren und Regisseure Walter Benjamin, Nikolai Lesskow und Werner Herzog seinen hier exemplarisch genannt. Womit wir wieder beim Konjunktiv sind…

