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  • Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle von Valeria Gordeev

    Jedes Jahr im Herbst wird es spannend: Die nominierten Titel für den Buchpreis werden veröffentlicht. In diesem Jahr hat mich der Titel von Valeria Gordeevs Buch „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ besonders neugierig gemacht. Der Roman handelt von Lada und Konstantin, die den Kontakt zueinander verloren haben.

    „Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist. Doch steckt Konstantin bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist – ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt“, fasst der Klappentext die Handlung zusammen.

    „Spannend!“, befand ich.

    Vor etwa drei Wochen habe ich die ersten der insgesamt mehr als 600 Seiten gelesen. Und nichts verstanden. Das blieb so, bis ich mich ungefähr bis zur fünfzigsten Seite durchgekämpft hatte und bei der Beschreibung einer skurrilen Begebenheit laut lachen musste. Also beschloss ich, diesen surrealistischen Roman nicht gleich wieder aus der Hand zu legen, sondern weiterzulesen. Ich hatte die Hoffnung, dass sich mir die Handlung schon noch erschließen würde.

    Gestern habe ich – was ich ungern schreibe und noch weniger gerne tue – aufgegeben. Nach 300 Seiten hoffnungsvollen Lesens. Schade!

    Gordeev, Valeria (2026): Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle. S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 635 S..